IMMACULATE

Ist der Mensch wirklich erst dann frei, wenn er schön, reich und makellos ist?

Eros, der Held unserer Trilogie, ist als Kind italienischer Gastarbeiter früh auf sich alleine gestellt.

So fantasiert er sich eine Welt, in der er alles sein kann, was er sein will. Bis er erste Schamgefühle in sich entdeckt, weil er anders leben möchte als das, was sein katholisches Umfeld ihm vorlebt. Eros verlässt die Kleinstadt St. Chicken, um sich seinen Träumen zu stellen.

Er streunt durch die Straßen von Berlin und fragt sich: Wer bestimmt, was richtig ist und was nicht? Das Individuum? Die Gesellschaft? Oder ein Gott?

Wie schon Parzival auf der Suche nach dem heiligen Gral macht auch Eros sich auf den Weg, diese Frage zu beantworten und konfrontiert sich mit dem, was er und andere begehren. Er begegnet leidenschaftlichen Freunden, die ihn unterstützen, irrwitzigen Bekannten, die ihn herausfordern und gefährlichen Zeitgenossen, die ihn bekämpfen.

In drei Akten wird der Zuschauer miterleben, wie Eros sich durch das dunkle Liebeslabyrinth kämpft, sich allmählich von falschen Glaubenssätzen befreit und am Ende seine Liebe findet.

IMMACULATE ist trotz des teilweise bedrückenden Milieus, in dem es stattfindet, ein unterhaltsamer Musik-Theater-Film-Rausch.

 

Kommentar von Roberto

Ursprünglich wollte ich eigentlich einen schönen Pornofilm schreiben, doch ich habe mich nicht getraut. Meine gute christliche Erziehung blockierte mich. Also fragte ich mich, warum nur? Warum traue ich mir das nicht zu?

Und diese Frage führte mich zum Sex und der Sex zur Liebe und die Sehnsucht nach einer ewigen Liebe katapultierte mich hinauf, dahin, wo Gott sich befindet und so schliesst sich der Kreis, um den sich mein Leben zu drehen scheint. Sind wir denn nun makellos oder doch voller Fehler? Diesen Widerspruch in sich selbst zu begreifen und zu lernen, mit ihm zu leben, ist meines Erachtens eine der größten Aufgaben im Leben eines Menschen.

Jeder hofft und glaubt, auf dem richtigen Weg zu sein und schützt und verteidigt wie ein Löwe seine mühsam errungenen Erkenntnisse. Doch können wir tatsächlich die Wahrheit kennen? Ähnlich und doch nie identisch bedarf ein jeder vielleicht dasselbe und doch auf so unterschiedliche Art und Weise. Wer kennt die Wahrheit, die für jeden gilt?

Von Anfang an war Kristina mit dabei. Zusammen konzipierten wir über Jahre die gesamte Trilogie und entschieden zusammen, dieser Geschichte den Titel IMMACULATE zu geben.

MAKELLOS , wie der Zustand in dem wir auf die Welt kommen und dem wir dann ein Leben lang nacheifern.

Kristina und ich denken, fühlen, kreieren und vibrieren ’sulla stessa onda‘, wie der alte Italiener sagt – surfen auf der gleichen Welle -, auf der auch Henrik Kairies reitet, Musiker von Beruf und mein langjähriger Bühnenpartner, der den Soundtrack zu IMMACULATE komponiert hat.

Und so besitzt nun die cabirio productions, unsere Produktionsfirma, mit der wir unsere Geschichte realisieren wollen, eine One-Man-Show, ein Theaterstück und einen Spielfilm, die ganz nach unserem Geschmack sind: 
Geil!
Lustig!
Und mit Herz und Verstand!

 

Kommentar von Kristina

Die Idee von Roberto zu IMMACULATE hat mich von Anfang an begeistert.

Aufgewachsen in West-Berlin, erzogen von Eltern, die statt unbeschwerter Kindheit den Zweiten Weltkrieg erlebten und sich oft engherzig zeigten, angezogen von der Kreuzberger Subkultur und der Studentenbewegung stellte auch ich mir früh die Frage, was ist richtig und was nicht. 

In einer einzigartigen Zusammenarbeit haben Roberto und ich uns seit 2014 mit den Themen Liebe, Sex, Freiheit, Gesellschaft, Religion und den damit verbundenen Glaubenssätzen und Dogmen auseinandergesetzt, uns inspiriert und inspirieren lassen und stetig die Geschichte um den Protagonisten Eros weiterentwickelt. 

Genauso trieb uns die Frage nach dem perfekten Format um. Je weiter die Geschichte gedieh, desto klarer wurde der Weg. Wir konzipierten eine außergewöhnliche Trilogie, bestehend aus einer One-Man-Show, einem Theaterstück und einem Spielfilm. In unseren Augen wird dieses Konzept dem Verlauf der Geschichte und der Entwicklung des Protagonisten in hohem Maße gerecht.

Für mich ist IMMACULATE, neben einer spannenden Erzählung über das Leben von Eros und seinen unterschiedlichsten Begegnungen, auch ein Abbild der heutigen gesellschaftlichen Entwicklung. Das Verlangen, vor allem die eigene Freiheit und die eigene ‚einzig richtige‘ Haltung in den Vordergrund zu stellen, führt im persönlichen wie auch im politischen und gesellschaftlichen Umfeld nicht selten zur Abkehr von Liebe und Offenheit bis hin zu einer unmenschlichen Radikalität. Die eigenen Handlungen zu hinterfragen und ihre Konsequenzen zu Ende zu denken, ist heute meines Erachtens für jeden einzelnen unabdingbar geworden. 

Mit IMMACULATE wollen Roberto und ich spannende und humorvolle Abende auf die Bühne bzw. Leinwand bringen, die durch ihre lebensnahen Situationen die Zuschauer mitnehmen und sie zum Nachdenken anregen.

 

OUT OF THE BOX – 1. Akt

 

Wie kann ich fliegen, obwohl ich einen Elefantenkörper habe?

Mit OUT OF THE BOX bringen wir den ersten Akt von IMMACULATE auf die Bühne.

In diesem ersten Akt verlässt unser Held Eros seine vertraute Heimat, um sich in Berlin seinen Träumen zu stellen. Er lernt zu begreifen, dass er ‚Out of the Box‘ denken muss, um hier auf Erden zu überleben.

Als One-Man-Show inszeniert, lernt der Zuschauer die archaischen Sehnsüchte des Protagonisten Eros in einem musikalischen Seelen-Striptease kennen. Der Musiker Henrik Kairies und Roberto haben dafür Songs entwickelt, die den Sound Berlins widerspiegeln.

„Es gibt Träume. Und es gibt die Wirklichkeit. Um beide miteinander zu verbinden, braucht es mehr als nur Hartnäckigkeit. Günstige Umstände gehören ebenfalls dazu. …  Ich musste meine Wünsche so weit herunterschrauben, bis sie zu meinen sozialen Möglichkeiten passten. Ich musste kämpfen, und zwar zuallererst gegen mich selbst, um mir Fähigkeiten zuzusprechen und Rechte zu erschließen, die anderen von vornherein mitgegeben waren. Wege, die für andere wie eine gut ausgeschilderte Straße aussahen, musste ich mir zögerlich ertasten. Oder ganz andere finden, weil sich herausstellte, dass die existierenden für Leute wie mich nicht offenstanden.“  Didier Eribon, Rückkehr nach Reims, Epilog

 

Zuschauerreaktionen nach der Preview

„Was für eine schöne Geschichte und was für geile Songs! Sehr unterhaltsam.“

„Ein vibrierender, unterhaltender, berührender Abend.“

„Danke, dass ich berührt werden durfte! Dass ich lachen, entspannen und nachdenken konnte – vielen Dank!“

„Hätte ewig zuhören können!“

„Un vero spettacolo da Elysée!“

„Was für eine Show. Talent und eine grosse Seele! Großartig!“

„Es war so toll, kurzweilig, sehens- und hörenswert. Ich mag die rauchige Stimme, die auch in der Lage ist, ein Teeniemädchen zu sprechen.“

„Das Stück fand ich ganz toll. Es ist ein Stück, das ich nicht vergesse. Und ich finde, das macht es aus. In grossen Theatern hab ich schon viele Stücke gesehen, die ich aber auch wieder total vergessen habe. Diese Inszenierung bleibt mir bestimmt, weil sie mich berührt hat. Und für das leben wir ja!“

„It truly was on point. You’re very good at what you do. May God always stand by your side!“

„Roberto, es war ein fantastischer Abend und eine so lustige Show! Vielen Dank! Du bist einfach ein Herzmensch und hast uns allen gezeigt, wie wenig es braucht, um glücklich zu sein.“

„Guerra, Sie sind ein Künstler! Es war ein Genuss, Ihnen zuzuhören!“

„Was für ein phantastischer Auftritt! Ich habe den Abend total genossen! Es ist ein supergutes Programm. Die Interpretationen der verschiedenen Lieder hat mir absolut am besten gefallen.“

„Ihr habt uns beleuchtet und entzückt.“

„Eros könnte auch bei den Chippendales mitmachen. So sexy!“